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Irans gestohlene Wahl

Über die Hälfte der Kandidaten für die Abstimmung wurde bereits vor dem Urnengang disqualifiziert

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Während US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwochabend nach Saudi-Arabien gereist ist - Kernthema des Besuchs ist eine gemeinsame Anti-Iran-Front -, bereitet sich die Islamische Republik Iran auf die Parlamentswahlen vor. Die Probleme in und um das Land sind groß: Es droht ein Krieg mit den USA, das Land ist von Sanktionen gebeutelt, die Menschen leiden. Doch die Chancen der einzelnen Bürger, durch ihre Beteiligung am demokratischen Prozess eine wirklich tiefgreifende Veränderung zu bewirken, sind gering.

Das politische System des Irans, einer islamischen Theokratie, besitzt verschiedene innere Kontrollmechanismen, durch welche verhindert wird, dass von dem angestrebten Kurs der religiösen Führung abgewichen wird. Der zwölfköpfige Wächterrat, der zur Hälfte aus religiösen Gelehrten besteht, die vom geistlichen Oberhaupt Ali Chamenei ernannt werden, prüft sämtliche Kandidaten im Vorfeld der Parlamentswahl.

Dass ein beachtlicher...


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