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Meerjungfrauen küssen nicht besser

»Wettbewerb«: Mit »Undine« beschwört Christian Petzold Wassernixenmetaphorik

  • Von Frank Schirrmeister
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das Label »Berliner Schule« wird Christian Petzold wohl nicht mehr los, es haftet an ihm wie ein klebriger Kaugummi, seit er sich in seinen ersten Dramen wie »Die innere Sicherheit« oder »Barbara« die nüchtern-analytische Erzählweise zu eigen machte, welche sich um die Jahrtausendwende im deutschen Film etablierte. Dabei hat sich Petzold natürlich weiterentwickelt, und die Stilistik der weitgehenden Reduktion der filmischen Mittel ist längst einer Fülle gewichen, die sich auch höheren Budgets verdankt. Der thematische Fokus auf die innere Verfasstheit der gesamtdeutschen Gegenwart hat spätestens mit seinem letzten Film »Transit« universellen Fragestellungen Platz gemacht. In der Verfilmung des Romans von Anna Seghers spielte er raffiniert mit den Zeitebenen und schuf eine Paralleldimension in der Gegenwart, die dem Drama um einen Deutschen, der vor den Nazis nach Marseille flieht, eine aktuelle Relevanz im Hier und Heute verlieh.

Konst...


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