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Klarer Wahlsieg für Rot-Grün

CDU auf Rekordtief / Linke verbessert bei neun Prozent / AfD und FDP wahrscheinlich gerade so in der Hamburger Bürgerschaft

  • Lesedauer: 2 Min.

Update 23 Uhr: AfD wohl doch drin

Nach langem Hin und Her sieht es mehreren Quellen zufolge so aus, als schaffe es die AfD doch wieder in die Hamburger Bürgerschaft. Die Rechtspopulisten stehen bei etwa 5,3 Prozent. Die FDP hat derzeit 5,0 Prozent.

Deutlicher Sieg für Rot-Grün

Berlin. Die Hamburger Wähler haben das rot-grüne Regierungsbündnis bestätigt. Auch wenn die SPD deutlich verliert, kann sie nach der ersten Hochrechnung von Sonntagabend mit rund 37,6 Prozent ihren ersten Platz verteidigen. Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 waren es noch 45,6 Prozent. Zwischenzeitlich hatten die Grünen, mit denen die Sozialdemokraten seit fünf Jahren regieren, in Umfragen mit ihrem Koalitionspartner gleichgezogen, doch am Sonntag entschied die Partei des amtierenden Bürgermeisters Peter Tschentscher das Duell für sich. Die Grünen konnten ihr Ergebnis laut Hochrechnung gleichwohl von 12,3 Prozent auf rund 25,4 Prozent verdoppeln. SPD und Grüne verfügen somit über eine satte Mehrheit in der Bürgerschaft. Nach einer langen Reihe von Niederlagen ist Hamburg für die gebeutelten Sozialdemokraten ein kleiner Lichtblick. Die Linke, die nach Umfragen zunächst auf über zehn Prozent hoffen konnte, kann sich im Vergleich zu 2015 wohl über einen kleinen Zuwachs von 8,5 auf 9,1 Prozent freuen. Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent (2015: 56,5).

Hamburg ist die einzige geplante Landtagswahl in diesem Jahr. Trotz der lediglich 1,3 Millionen Wahlberechtigten ist sie auch ein bundespolitischer Stimmungstest. Vor allem die FDP bekommt hier wohl auch die Quittung für Thüringen, wo sich ein FDP-Mann mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten wählen ließ – selbst wenn die Hamburger Partei-Kollegen sehr schnell den Tabubruch verurteilt hatten. Nach der Hochrechnung lagen die Liberalen knapp bei fünf Prozent. Die CDU, die zu Thüringen bis heute keine klare Haltung gefunden hat, kommt glimpflich davon. Sie steht bei 11,4 Prozent, fällt damit allerdings noch einmal unter ihr in Hamburg bislang schlechtestes Ergebnis von 2015 (15,9 Prozent). Das Abschmieren der beiden Parteien dürfte sich aber auch aus den nach den Umfragen wahlentscheidenden Themen erklären lassen: Umwelt, Verkehr, Bildung und soziale Gerechtigkeit, die kaum mit FDP und CDU assoziiert werden. Aber noch weniger mit der AfD. Deren Abschneiden könnte der wahre Lichtblick des Wahltags werden: Nach der ersten Prognose könnte die Partei mit 4,7 Prozent aus der Bürgerschaft fliegen. inw

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