Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Scheeres duckt sich weg

Martin Kröger fordert genug Schulplätze für alle Kinder

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 1 Min.

Die schnöde Abwehrreaktion von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) folgt im Prinzip immer einem ähnlichen Muster. Erstens, ich bin nicht zuständig, zweitens, die anderen sind schuld. Besonders gut zu beobachten bei der Ausschreibung für das Schulessen, wo der Senat kurz mal seinen eigenen neuen Landesmindestlohn vergessen hatte.

Auch bei den fehlenden Schulplätzen stellt sich die Frage, was die Senatorin eigentlich in den vergangenen Monaten gemacht hat, um dieses enorme Problem zu beseitigen. Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Sommer berichtete diese Zeitung als erste in Berlin darüber, dass im Schuljahr 2021/2022 rund 20 000 Schulplätze fehlen werden.

Nach der jüngsten Prognose für den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses sind die Zahlen zwar etwas weniger dramatisch. Aber selbst wenn alle in Aussicht gestellten Neubaumaßnahmen und Erweiterungsbauten herausgerechnet werden, fehlen für das kommende Schuljahr immer noch mehr als 3000 Plätze, wie jetzt bekannt wurde. Dass irgendwelche dubiosen »schulorganisatorischen Maßnahmen« dieses krasse Problem beheben werden, wie die Senatsverwaltung in ihrem lapidaren Schriftsatz erklärt, glaubt nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre niemand. Am Ende leidet die Schulausbildung der Schülerinnen und Schüler, und die Bildungssenatorin duckt sich wieder weg.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln