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Ein gutes und anständiges Leben

»Wettbewerb«: Burhan Qurbanis Verfilmung von »Berlin Alexanderplatz« verlegt die Romanhandlung in unsere Gegenwart

  • Von Frank Schirrmeister
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein Filmkritiker muss sich während der Berlinale durch einen Wust mittelmäßiger Filme quälen. Umso glücklicher ist er dann über das seltene Erlebnis, einen zu sehen, der Relevanz hat. »Berlin Alexanderplatz« ist dieser Glücksfall. Die bisherigen Filme des 1980 in der westdeutschen Provinz geborenen Burhan Qurbani, Sohn von aus Afghanistan nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen, rechtfertigten große Hoffnungen: Bereits 2010 war der Regisseur im Berlinale-Wettbewerb mit dem Film »Shahada« vertreten, in dem drei junge Muslime in Berlin porträtiert wurden. Mit seinem Film »Wir sind jung, wir sind stark« verarbeitete er die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 fürs Kino. Schon in diesem Film fiel die ungewöhnliche Formensprache auf, mit der Qurbani zwischen Schwarz-Weiß und Farbe und verschiedenen Filmformaten hin- und herwechselte.

Alfred Döblin, von dem der 1929 erschienene Roman »Berlin Alexanderplatz« stammt, geh...


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