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Der erste Kreis der Hölle

»Wettbewerb«: Der Film »Dau: Natasha« verhandelt totalitäre Gewalt

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Kantine eines geheimen sowjetischen Forschungsinstituts in Moskau in den 50er Jahren. Sie ist geradezu luxuriös ausgestattet. Man trinkt und isst hier so, als wäre man schon im Kommunismus oder im Westen. Ganze geheime Forschungsstädte gab es, am wichtigsten war wohl Obninsk, wo auch das erste Atomkraftwerk der Welt ans Netz ging, entwickelt nicht zuletzt von deutschen Atomphysikern, die dort in einer Art goldenem Käfig lebten.

Diese Transformation des Gulag-Prinzips in den Bereich der Wissenschaft hat den Regisseur Ilja Krschanowski interessiert. Als er vor über zehn Jahren begann, an seinem »Dau«-Projekt zu arbeiten, stand noch die Biografie des Physikers Lew Landau im Zentrum. Aber dann wuchs das Projekt in die Breite, inzwischen gibt es 700 Stunden Film, 13 Filme wurden bislang aus dem Material gefertigt. Das Thema hat sich inzwischen gewandelt, man könnte nun von Erscheinungsformen des Totalitären sprechen.

2018 wollte Krschan...


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