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Der unerwünschte Diplomat

Als Guinea vor 60 Jahren einen Botschafter in die DDR schickte, reagierte die Bundesregierung allergisch

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

«Gesperrt», steht auf dem Umschlag. Darin befinden sich neun Fotoabzüge im Format 18 x 24 samt Negativen. Sie stecken in nummerierten Archivtaschen von Zentralbild. Das war die Fotoabteilung der staatlichen DDR-Nachrichtenagentur ADN. Am linken oberen Rand hat jemand mit rotem Stift vermerkt: «nicht für Presse». Gibt der Bildtext Aufschluss über die Geheimhaltungsbemühungen? «Er lautet: Der Präsident der Deutschen Demokratischen Republik, Wilhelm Pieck, empfing am 5.3.1960 den neuernannten Botschafter der Republik Guinea, Dr. Seydou Conté, zur Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens.» Dann folgen die Namen weiterer Beteiligter, die auf den Fotos erscheinen: Dr. Lothar Bolz, Sepp Schwab, Klaus Willerding, Max Opitz. Ja und? Bolz war DDR-Außenminister, Schwab, einst erster Chefredakteur des «Neuen Deutschland», arbeitete als dessen Vize, Willerding war Chef des Protokolls im Außenministerium und Opitz stand Piecks Präsidialkanzlei vor....


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