Vom Lager in die Fabrik

Eine australische Studie legt nahe, dass Dutzende westlicher Firmen von uigurischer Zwangsarbeit profitieren

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Anklageliste ist lang: Der US-amerikanische Tech-Riese Apple befindet sich darunter, genau wie die südkoreanische Konkurrenz Samsung und Chinas führender Smartphone-Produzent Huawei. Auch deutsche Unternehmen lassen sich auf der Liste der 83 Weltmarken finden, etwa Volkswagen, Siemens und Adidas. Sie alle sollen von der wirtschaftlichen Ausbeutung der muslimischen Minderheit der Uiguren profitieren.

Das zumindest legt eine am Sonntag veröffentlichte Studie der aus-tralischen Denkfabrik »Australian Strategic Policy Institute« (Aspi) nahe. Unter Auswertung von Satellitenbildern, Zulieferlisten der Unternehmen und Medienberichten haben die Studienautoren insgesamt 27 Fabriken in ganz China identifiziert, in die seit 2017 mindestens 80 000 Uiguren vermittelt wurden. Dort sollen die Anhänger des Turkvolks aus der westchinesischen Provinz Xinjiang unter Zwang auch für Zulieferer westlicher Firmen schuften.

Ein Rückblick: Rund eine Million ...


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