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Erdoğan hat sich verkalkuliert

Die Türkei will sich als regionale Hegemonialmacht etablieren. Doch das gelingt nicht.

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Idlib am 6. März – viele Menschen sind längst aus der Stadt geflohen.

Eine Waffenruhe für Idlib, der Provinz im Nordwesten Syriens: Dies ist das Ergebnis des Treffens zwischen dem türkischen und dem russischen Präsidenten in Moskau am Donnerstag. Obwohl die Türkei mit ihrer modernen Luftwaffe zahlreiche syrische Panzer vernichtet hat, konnte sie Assads Truppen am Boden nicht wirklich zurückdrängen. In dem Abkommen musste sie das nun anerkennen. Das vorläufige Scheitern in Idlib ist ein weiterer Rückschlag für die Ambitionen des türkischen Präsidenten Erdoğans. Sein Ziel ist es, die Türkei zu einer Hegemonialmacht im Mittleren Osten zu machen. Doch er hat sich verkalkuliert.

In Idlib sind Ende Februar mehr als 30 türkische Soldaten nach Beschuss durch die syrische Armee gestorben. Das Nato-Mitglied Türkei unterhält dort im Rahmen des Sotschi-Abkommens Beobachtungsposten. Gleichzeitig unterstützt die Regierung dschihadistische Rebellen, obgleich die Vereinbarungen vorsehen, dass sie die Rebellen entwa...


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