Sexuelle Obsession, Tod und Gewalt

Leipzig ehrt seinen großen Künstler des Symbolismus Max Klinger in dessen 100. Todesjahr

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der in Leipzig geborene Bildhauer, Maler und Grafiker Max Klinger (1857-1920) gehört zu den wichtigsten Künstlern in Deutschland zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg. Anlässlich seines 100. Todestages zeigt das Museum der bildenden Künste in Leipzig (MdbK), das weltweit die größte Klinger-Sammlung besitzt, den Künstler in einem europäischen Kontext. Denn dieser ist durch seine Reisen und mehrjährigen Aufenthalte vor allem in Paris, Wien und Rom künstlerisch geprägt worden. In Adolph von Menzel sah der junge Klinger sein Vorbild, 1887 lernte er den Schweizer Künstler Arnold Böcklin kennen, in Paris wurde er von dem symbolistischen Maler Pierre Puvis de Chavannes beeinflusst und 1900 traf er sich mit Auguste Rodin in dessen Pariser Atelier.

Wenn man den ersten großen Raum - den »Klinger-Saal« - dieser Retrospektive betritt, ist man sofort in den Bann gezogen: In der Mitte das monumentale Beethoven-Denkmal (1902), in dem Klinger...


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