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Eine Tram und der Traum von mehr Sitzen

Im bayerischen Kommunalwahlkampf setzt die Linkspartei auf das Soziale, doch sie hat Konkurrenz

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Es ist Samstag Vormittag und die weißblaue Holztrambahn zuckelt die Münchner Lindwurmstraße hinunter. Sie hat allerdings keine Räder, sondern Beine und in den vier Waggons sitzen Politiker der Linkspartei. Ganz vorne ist Stefan Jagel für die Steuerung zuständig. Er ist Münchner Spitzenkandidat der Partei im Kommunalwahlkampf und will am 15. März in den Stadtrat einziehen. 2019 hatte Jagel sich mit 63 Prozent der Stimmen gegen den bisherigen Stadtrat Cetin Oraner durchgesetzt. Im Waggon hinter ihm steht Brigitte Wolf (Listenplatz 2), die schon seit 2002 im Stadtrat sitzt. »Mehr nach links«, ruft sie dem Vordermann zu, der sogleich den Kurs korrigiert. Auf der Höhe des Schmied-von-Kochel-Denkmals, das an einen Bauernaufstand erinnert, ruft ein Passant: »Könnt ihr nicht auf dem Gehweg bleiben?« Darauf erwidert Wolf: »Wir sind doch eine Trambahn und gehören auf die Straße.«

Mit der Aktion will die Linke eine »Tramoffensive« für die ba...


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