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Die Tage des Saulus

Martin Niemöller: In den Ruhrkämpfen vor 100 Jahren führte der spätere Lenin-Preisträger ein Freikorps-Bataillon an - im Kampf gegen den Bolschewismus

  • Von Karsten Krampitz
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Martin Niemöller

Noch heute gilt er als Galionsfigur der Friedensbewegung und als Kronzeuge für das Lernen aus der Vergangenheit. Berühmt sind seine oft zitierten Worte: Als Nazis die Kommunisten holten, habe er geschwiegen; er war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe er geschwiegen; er war ja kein Sozialdemokrat et cetera. Und am Ende dann: »Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.« Weniger bekannt ist dagegen Niemöllers deutsch-nationale Vergangenheit.

Im Jahr 1919 hatte er an seinen jüngeren Bruder Wilhelm geschrieben: »Der Teufel hole die Juden und Genossen!« Den Pfarrberuf hatte der frühere U-Boot-Kommandant im selben Jahr weniger aus religiös-pazifistischer Läuterung gewählt - immerhin hatte Deutschland gerade den Ersten Weltkrieg verloren. Der Staatsbankrott drohte; und Niemöller, der aus einem Pfarrhaus stammte und selbst eine Familie gründen wollte, zog es aus wirtschaftlichen Gründen ...


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