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»Jetzt sterben die Menschen allein«

Früher konnte die Ärztin im italienischen Piacenza Schwerkranke trösten. Das ist nun vorbei.

  • Von Anna Maldini
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Corona-Behandlung in Italien

»Wissen Sie, was am Schlimmsten ist?«, fragt mich die junge Ärztin, die in einem Krankenhaus in Piacenza, mitten in der »roten Zone« in Norditalien arbeitet. »Für mich ist das Schlimmste, dass die Menschen jetzt alleine sterben.«

Die Onkologin, die anonym bleiben möchte, behandelt normalerweise Krebspatienten, aber ihre Station wurde in eine Isolierstation verwandelt, in der nur Menschen untergebracht sind, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. »Darunter sind natürlich auch Krebskranke. Früher konnte ich sie trösten, sie auch mal streicheln - aber das ist jetzt vorbei. Wenn jemand stirbt, egal ob an dem Virus oder mit dem Virus - für genaue anatomische Untersuchungen hinterher fehlt uns die Zeit -, ist niemand bei ihm. Seine Lieben dürfen nicht kommen, um ihm beizustehen. Wir rufen sie an und sagen, was passiert ist,...


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