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»Bild« schürt Hass

Aert van Riel zu den Folgen des Coronavirus auf das gesellschaftliche Klima

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 1 Min.
Coronavirus: »Bild« schürt Hass

In Krisenzeiten ist es wichtig, dass Menschen zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Auch Medien und Politiker stehen in der Pflicht. Sie müssen dazu beitragen, dass der gesellschaftliche Frieden gewahrt wird. Die »Bild«-Zeitung hat sich darum niemals sonderlich geschert. Was sie nun getan hat, ist wieder einmal brandgefährlich. Das Boulevardblatt verbreitete am Sonntagnachmittag die Meldung, dass die Bundesregierung auch aus dem Grund die Grenzen schließe, um Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, was im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt hätte. »Bild« greift somit auf altbewährte Feindbilder zurück und macht es sich zunutze, dass viele Menschen hierzulande wegen der Ausbreitung des Coronavirus in großer Sorge sind.

Die Meldung des Blattes muss kritisch hinterfragt werden. So lässt es sich kaum zurückverfolgen, wie viele Produkte in deutschen Supermärkten von ausländischen Staatsbürgern gekauft wurden. Offen ist noch, ob sich die Bundesregierung tatsächlich der Ressentiments bedient, die von Boulevardmedien und rechten Politikern regelmäßig verbreitet werden. Wenn das stimmt, trägt sie eine Mitverantwortung dafür, dass die Panik in der Bevölkerung ebenso zunehmen wird wie die Ablehnung des europäischen Gedankens.

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