Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Einer von 37 in Opytne

Wladimir Schkolnji, einst Liquidator in Tschernobyl, verbringt seinen Lebensabend im ukrainischen Kriegsgebiet

  • Von André Widmer, Opytne
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Wladimir Schkolnji in seinem Wohnzimmer

»Freitag und Samstag wurde geschossen. Es gibt einen Keller, wir gehen dort vielleicht eine Stunde runter«, sagt Wladimir Schkolnji beim Gespräch in seinem Wohnzimmer. Schkolnji wohnt in Opytne, einem Dorf an der Frontlinie des Krieges in der Ostukraine. Die Schützengräben der ukrainischen Armee liegen nur ein paar Hundert Meter vom Dorf entfernt. Täglich wird dort gegen den Waffenstillstand verstoßen.

Trotz dieser immerwährenden Gefahr spricht Schkolnji ruhig, strömt eine gewisse Gelassenheit aus, Kater Kusa auf dem Schoss kraulend. Neben dem 70-jährigen Pensionär sitzen Ehefrau Zineida und Schwägerin Maria Kubarkowa im Wohnzimmer auf dem Sofa. Sie sind drei von insgesamt 37 Bewohnern, die Opytne noch zählt. Einst lebten rund 800 Menschen in dem Ort.

Fahles Licht dringt von außen durch zwei Fenster ins Zimmer. An einer Wand hängen ein Kalender mit einem Ikonenbild und Fotos, daneben Einschusslöcher.

Wladimir Schkolnjis ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.