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Berlin bleibt Zuhause

  • Lesedauer: 2 Min.
Restaurants sind zu
Restaurants sind zu

Seit Sonntag gelten in Berlin noch weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Veranstaltungen und Ansammlungen mit mehr als zehn Personen dürfe es nicht mehr geben, teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstagnachmittag mit. Das habe der Senat beschlossen. Im Zuge dessen wurden auch die Prüfungen für Abitur und Mittleren Schulabschluss verschoben, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ebenfalls am Samstag mitteilte. Gaststätten dürfen zudem keine Gäste mehr platzieren, sondern Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen oder Ausliefern anbieten. Noch härtere Schritte wurden am Sonntag nach Redaktionsschluss dieser Zeitung mit Bund und Ländern diskutiert.

Die Berliner CDU schlug am Samstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine sofortige Ausgangssperre für 21 Tage vor. Zu den Ideen der Oppositionspartei gehören auch Bundeswehreinsätze im Inneren, unter anderem zur Überwachung so einer Sperre. Müller hatte am Freitag angekündigt, Ausgangssperren möglichst vermeiden zu wollen, auch aus Sorge vor den sozialen Folgen.

Die bisherigen Ausnahmen für Parlamente, Gerichte und andere staatliche Einrichtungen gelten weiter. Das gelte auch für die Versorgung, Gesundheitsfürsorge und Wirtschaftsunternehmen. Für Versammlungen könnten in wichtigen Fällen Ausnahmen zugelassen werden, hieß es. Kontakte zu anderen Menschen, abgesehen von Angehörigen, sollten aus Schutz vor Ansteckung weiterhin auf ein absolut nötiges Minimum reduziert bleiben, betonte Müller.

Der Senat will Eltern mit Berufen bei der Feuerwehr, in der Pflege und im Einzelhandel ab sofort den Zugang zur Notbetreuung für ihre Kinder erleichtern. Künftig reiche es aus, wenn ein Elternteil in einem dieser Berufe arbeite, teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit. Bislang wurde vorausgesetzt, dass beide Elternteile in diesen Bereichen arbeiten.

Unterdessen reagieren immer mehr Berliner so, wie Virologen sich das wünschen: mit Abstand zueinander. Die Straßen und Parks blieben relativ leer, die meisten Restaurants geschlossen, und in vielen Supermärkten hielten sich die Menschen an die Empfehlungen. Schlangen blieben eher die Ausnahme, und es schien weniger Hamsterkäufe zu geben. Laut Handelsverband Berlin-Brandenburg übersteigt die Nachfrage in den Supermärkten seit Beginn der Coronakrise das Volumen des Weihnachtsgeschäfts inzwischen um fast das Dreifache. dpa/nd

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