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Das Gesicht der Gesellschaft

Ines Wallrodt über zwei Sorten Rettungsschirme - für Unternehmen und Beschäftigte

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: 1 Min.
Coronakrise: Das Gesicht der Gesellschaft

Was haben wir Egoismus und Rücksichtslosigkeit in der Coronakrise angeprangert: Menschen, die Regale leer kaufen, die Desinfektionsmittel stehlen, mit Atemschutzmasken Geschäfte machen; Junge, die alte Menschen aus Spaß anhusten. Zu Recht wurde in den vergangenen Wochen dagegen solidarisches Verhalten als Norm gesetzt.

Das Sozialschutzpaket der Bundesregierung aber macht nun deutlich: Die Arschlöcher verhalten sich auf individueller Ebene nur systemadäquat, denn im Großen läuft es ganz genauso. Gerade erst versicherte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, Konflikte und Interessengegensätze in der Coronakrise hinten anzustellen. Doch wenn es darauf ankommt, wollen die Arbeitgeberverbände von Solidarität nichts wissen. Und können sich auf die Regierungsparteien verlassen. Deshalb werden Unternehmen von Sozialbeiträgen entlastet, müssen davon aber nichts an ihre Beschäftigten in Kurzarbeit weitergeben. Deshalb bleibt es gesetzlich bei mickrigen 60 Prozent Kurzarbeitergeld.

Millionen Beschäftigte mit mittleren und niedrigen Einkommen werden daher künftig vor allem in einer Gemeinschaft vereint sein: der Gemeinschaft der Hartz-IV-Aufstocker. In der Krise zeigt sich das wahre Gesicht nicht nur einzelner Menschen, sondern auch das Gesicht der Gesellschaft, in der wir leben.

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