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Genossin Britney

Popsängerin unterstützt offenbar Aufrufe zu Generalstreik gegen Coronavirus-Pandemie-Politik von Donald Trump

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Als Donald Trump und prominente US-Republikaner am Dienstag erneut signalisierten, man wolle zum Wohle der Aktienmärkte trotz Coronavirus-Pandemie schnell wieder die Wirtschaft »hochfahren« und müsse dafür auch Tote in Kaufen nehmen, gab es eine wütende Reaktion in sozialen Medien. Der Hashtag #GeneralStrike trendete am Dienstag in den USA auf Twitter.

In den Chor der Generalstreik-Androhungen mischte sich auch eine alte Bekannte der Linken: Britney Spears. »Wir werden einander helfen, den Wohlstand umverteilen und streiken«, heißt es in einem Instagram-Post, den die Sängerin auf ihrem Account an ihre 23 Millionen Follower teilte.

Spears kommentierte den Post noch mit »Gemeinschaft über Mauern hinweg« und drei Rosen-Emojis – ein Symbol, das von alten und neuen Sozialisten benutzt wird. Die Democratic Socialists of America teilten den Post von Spears mit dem Kommentar »Genossin Britney!« Andere Social-Media-Kommentare bezeichneten Spears als »Queen des Proletariats«.

Ob die mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern erfolgreichste Musikerin der 2000er Jahre das wirklich ist, bleibt unklar. Im Februar postete sie ebenfalls Rosen-Emojis - zu einem normalen Foto von ihr. Spears lebt seit 2008 relativ zurückgezogen von der Öffentlichkeit und unter der Vormundschaft ihres Vaters. Der verwaltet auch mehr als zehn Jahre später noch das Vermögen der 38-jährigen Multimillionärin, nachdem sie nach Drogenproblemen das Sorgerecht für ihre zwei Söhne abtreten musste.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Spears linke Positionen unterstützt. Zwar war sie Anfang der 2000er Jahre noch registrierte Republikanerin und unterstützte George W. Bush. Doch offenbar änderte Spears ihre Einstellung. Linke und Satiriker vermuteten 2013 ihr Song »Work Bitch« sei eine Kritik am Warenfetischismus im Kapitalismus.

Auch 2017 hatte sich Spears öffentlich politisch geäußert und sich für die Dreamer, die Kinder von Latino-Migranten in den USA, eingesetzt. Vor wenigen Tagen hatte die Popsängerin, die sich 2008 den Kopf rasierte und seit Januar 2019 eine Berufspause einlegt, bereits drei vom Coronavirus gebeutelten Fans per Paypal Geld überwiesen. Fans spekulieren übrigens darauf, dass die Sängerin in Kürze einen neuen Song veröffentlichen könnte.

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