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Brandlöscher

Personalie: Albrecht Broemme wird Projektleiter des Berliner Coronakrankenhaus

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: 2 Min.

Sie nannten ihn »Broemmident«: Albrecht Broemme, ehemaliger Chef der Berliner Feuerwehr und bis vor einem Jahr Präsident des Technischen Hilfswerks (THW), hatte sich 2019 in den Ruhestand verabschiedet. Aber wie viele andere wurde auch der 1953 geborene Darmstädter angesichts der Coronakrise aus dem Pensionärsdasein zurückgeholt. Unter Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat der passionierte Brandhelfer die Projektleitung für das Corona-Notkrankenhaus der Hauptstadt übernommen: In etwa drei Wochen soll dafür das nordwestlichste Gebäude der Messe Berlin, die Halle 26, zum Covid-19-Krankenhaus mit 1000 Betten für beatmungspflichtige Patient*innen umgebaut werden und bezugsfertig sein.

Wenn Broemme etwas kann, dann ist es Krisenbewältigung. Schon mit 17 trat er dem THW bei, absolvierte hier Anfang der 70er Jahre seinen Zivildienst und bleibt ehrenamtlicher Helfer. Dann folgte er dem Ruf der Brandbekämpfung: Während des Elektrotechnik-Studiums engagierte sich Broemme bei der Freiwilligen Feuerwehr der Darmstädter Innenstadt, ging schließlich 1977 nach Westberlin und wurde als Brandreferendar bei der hiesigen Feuerwehr angestellt. Bis 2006 gehörte er zu den führenden Köpfen der Brandbekämpfungsbehörde: ab 1992 als jüngster Leiter der Hauptstadtfeuerwehr und zuletzt als Landesbranddirektor. Nach seinen Einsätzen bei den Hochwasserfluten in Ostdeutschland 2002 wurde er mit Ehrungen überhäuft.

Broemme managt seit Dienstag 800 Leute, die die Ausstellungsfläche in Trockenbauweise zu einem Krankenhaus umgestalten - die meisten von ihnen Beschäftigte von Messebaufirmen, die jetzt wegen der abgesagten Ausstellungen Zeit und finanzielle Engpässe haben. Auch Bundeswehr, THW und Feuerwehr helfen. Bei allen Akteuren genießt Broemme Respekt. Und gibt diesen an seine Stadt zurück: »Wenn man eine Woche nach Auftragserteilung schon mit den Bauarbeiten beginnt, halte ich das für rekordverdächtig«, sagte er im Interview mit dem Deutschlandfunk.

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