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Krisenstahl

Jörg Meyer über die angekündigten Stellenkürzungen bei Thyssen-Krupp

Thyssen-Krupp: Krisenstahl

Während landauf, landab Gewerkschaften und Betriebsräte - wo es sie noch gibt - mit Arbeitgebern über verbessertes Kurzarbeitergeld in der Coronakrise verhandeln, kündigt Thyssen-Krupp den Abbau von 3000 Stellen in der kränkelnden Stahlsparte an. Eine gute Nachricht ist es nie, wenn ein Unternehmen in dem Maße Stellen kürzt. Oft löst allein die Ankündigung Protest aus, wie vor zwei Jahren, als Tausende Siemensianer wochenlang für den Erhalt ihrer Werke demonstrierten.

Diesmal äußert sich die IG Metall zufrieden: keine betriebsbedingten Kündigungen, umfassende Investitionen, damit man nach Ende dieser Krise nicht gleich in die nächste rutscht. Die Gewerkschaft erwartet bei den im Sommer beginnenden Gesprächen ein Sanierungskonzept - und Geld für die teils veralteten Stahlwerke. Man könne jederzeit den Schalter auf Protest umlegen, sagt der Duisburger IG-Metall-Chef Dieter Lieske. Dass die Gewerkschaft das kann, ist bekannt. In der Stahlbranche ist die IG Metall so gut organisiert wie nirgendwo anders.

Die Einigung ist ein kleiner Lichtblick. Ein weiterer ist, dass Thyssen- Krupp das Kurzarbeitergeld in der Pandemie auf 80 Prozent aufstockt. An der Stelle zeigt sich: Starke Gewerkschaft bedeutet in der Krise weniger Last auf den Schultern der Beschäftigten.

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