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Krisengewinner Amazon

Simon Poelchau über die Schaffung neuer Jobs beim Onlinekonzern

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

In jeder Krise gibt es natürlich auch Gewinner. In der Coronakrise ist es unter anderem Amazon. Während Läden in den Städten geschlossen bleiben müssen, boomt der Onlinehandel so sehr, dass der Internetkonzern mit den Bestellungen nicht hinterherkommt. Deswegen schafft er nicht nur in den USA 100 000 neue Jobs, sondern auch in Deutschland 350.

Selbst in diesen Zeiten kann darüber keine Freude aufkommen. Denn in den USA und vielen Ländern Europas streiken bereits Amazon-Angestellte, weil auch sie Angst vor dem Virus haben, der Konzern ihnen aber wichtige Schutzmaßnahmen vorenthält. Hierzulande berichten Betriebsräte, dass der Amazon-Chefetage die Gesundheit der Angestellten offenbar herzlich egal ist. Dass sie nun etwas mehr Gehalt bekommen sollen, ist deswegen nur zynisch. Denn was nutzt es einem, wenn der Hungerlohn um ein paar Groschen aufgestockt wird, aber die Gesundheit gefährdet ist oder man am Ende sogar sein Leben dafür gibt, dass der Online-Warenverkehr profitgerecht aufrechterhalten wird? Zumal der Zuschlag nur zeitlich begrenzt ist und Amazon sich weiterhin weigert, in Deutschland seine Angestellten nach dem besseren Einzelhandelstarif zu bezahlen.

Insofern sollen die neuen Jobs nur einer Sache dienen: den reichsten Mann der Welt, Amazon-Chef Jeff Bezos, noch reicher zu machen.

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