Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Damit kein Arzt selektieren muss

Stefan Otto über Kliniken, die sich auf den Höchststand der Corona-Epidemie vorbereiten

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.
Seltener Anblick in nächster Zeit: Leere Krankenhausbetten.
Seltener Anblick in nächster Zeit: Leere Krankenhausbetten.

Die deutschen Krankenhäuser befinden sich in einer angespannten Ruhe. Mediziner gehen davon aus, dass die Zahl der Infektionen noch beträchtlich steigen wird und das System möglicherweise an seine Grenzen kommt. So gut es geht, bereiten sich die Spitäler auf diesen Ausnahmezustand vor. Dazu gehört wohl auch die Überlegung, dass womöglich nicht alle Schwerkranken gleichermaßen versorgt werden könnten.

Damit solche Horrorszenarien, wie sie aus spanischen und italienischen Kliniken geschildert werden, hierzulande nicht auch eintreten, steht das öffentliche Leben schon seit Tagen weitgehend still. Die Zahl der Infektionen soll nicht so stark ansteigen, dass das Gesundheitssystem kollabiert. Kein Arzt soll genötigt sein, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, weil die medizinischen Ressourcen nicht ausreichen. Das ist das Ziel dieser derzeit beispiellosen gesamtgesellschaftlichen Anstrengung.

Natürlich muss sich der Politikbetrieb schon jetzt Gedanken darüber machen, wie eine Rückkehr zur Normalität aussehen kann. In diese Debatte mischen sich derzeit auch Stimmen, die auf ein baldiges Ende der Beschränkungen dringen, weil ihnen die wirtschaftlichen Folgen ungeheuerlich erscheinen. Oft sind dahinter eigene Interessen zu erkennen. Mehrheitsfähig sind diese Forderungen zum Glück nicht. Angesichts des erwarteten Verlaufs der Epidemie erscheinen sie geradezu aus der Zeit gefallen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln