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Buchen Sie um, statt zu stornieren!

Pandemie-Zeiten sind leider keine Reisezeiten/Informationen zum »nd«-Leserreisen-Programm

Von Olaf Koppe und Frank Diekert

Es ist dramatisch, ohne Zweifel. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist weltweit die komplette Reisebranche betroffen. Viele, vor allem kleinere Reiseunternehmen haben ernsthafte Existenzprobleme. Auch wir mussten gemeinsam mit unseren Partnern eine ganze Reihe von Reisen absagen, zum Leidwesen unserer treuen Leserreisen-Gemeinschaft und natürlich auch zum Leidwesen unseres eigenen Geschäfts und des Geschäfts unserer Partner. Und die daraus resultierenden Einnahmeverluste sind gravierend.

Das Problematische daran: Wir wissen noch nicht, wann wir welche Reisen neu auflegen können. Die aktuellen, weltweiten Reisewarnungen und daraus resultierenden Stornierungen laufen zunächst bis Ende April. Aber wir müssen davon ausgehen, dass diese auch über diesen Zeitpunkt noch mal verlängert werden. Welche Folgen das hat, sind auch für uns und unsere Partner noch nicht abzusehen. Auch die uns vorliegenden Informationen von Veranstaltern und Reiserechtlern sind mehr als schwammig.

Fakt ist, dass kein Reiseveranstalter seine Gäste in ein Risikogebiet reisen lassen wird, falls das allgemeine Reiseverbot gelockert werden sollte. Auch in diesen Fällen werden Reisen grundsätzlich abgesagt. Der Kunde kann die stornierte Reise dann kostenlos umbuchen oder erhält sein Geld zurück. Künftig könnte es allerdings so sein, dass die Veranstalter vorübergehend nur noch Reisegutscheine ausstellen: Müssen sie weiter auszahlen, sind sie nicht mehr lange zahlungsfähig. Grundsätzlich hat die Branche den Slogan ausgegeben: »Retten Sie den Tourismus! Buchen Sie um statt zu stornieren!«

Uns scheint dies eine sinnvolle Alternative zu sein. Und deshalb unsere Bitte: Schauen Sie doch in unser Reiseprogramm für Reisen im Herbst oder zum Jahresende vielleicht finden Sie dort für sich sinnvolle Alternativen. Mit allen damit im Zusammenhang stehenden Fragen können Sie sich auch weiter an unseren Leserreisenservice wenden. Frank Diekert arbeitet zwar wie viele andere Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice, ist aber immer werktags von 8.30-16.30 Uhr für Sie erreichbar. Um Verständnis müssen wir bitten, dass die Übermittlung von Absagen etwas länger dauern kann, da es derzeit viele Reisen betrifft.

Bis voraussichtlich Ende April werden auch wir in Absprache mit den Veranstaltern keine Reisen bewerben und nach einer eventuellen Aufhebung des allgemeinen Reiseverbots mit unseren Partnern sehr genau prüfen, welche Reisen vor dem Hintergrund der konkreten Situation in den Zielgebieten wirklich neu aufgelegt werden können. Denn die Sicherheit und Gesundheit unserer Leserreisen-Kunden hat auch für uns absoluten Vorrang.

Auch wenn es in den letzten Wochen schon vielfältige Tipps und Hinweise aus der Reisebranche gegeben hat und wir auch schon in unserem Mittwoch-Ratgeber darüber informiert haben, hier noch mal ein paar Fragen und Antworten zur Thematik, die uns freundlicherweise von unserem Reisepartner GR-Reisen zur Verfügung gestellt wurden:

Wann meldet sich der Veranstalter bei mir wegen meiner Reise?

Es werden alle noch anstehenden Reisen geprüft und alle unsere Kunden schnellstmöglich informiert. Wir bitten Sie um Verständnis, dass die Vielzahl der Reisebuchungen chronologisch nach Abreisedatum bearbeitet werden und die Benachrichtigung daher noch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Darf/kann ich meine Reise (die erst in etwa vier - oder noch länger - Wochen startet) kostenfrei stornieren, wenn das Zielland ein Einreiseverbot ausspricht?

Für den kostenfreien Rücktritt vom Vertrag muss feststehen, dass das Einreiseverbot auch zum vereinbarten Reisebeginn besteht. Andernfalls werden Stornokosten laut der geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Reiseunternehmen berechnet.

Kann ich wegen der (theoretischen) Gefahr einer Ansteckung meine Reise stornieren?

Jeder Reisende hat grundsätzlich das Recht, von einer Reise zurückzutreten. Reiseveranstalter oder andere Leistungsträger sind in diesem Fall berechtigt, die bei Abschluss vereinbarten Stornogebühren zu erheben. Eine theoretische Gefahr ist allerdings rein rechtlich z.B. durch eine Reiserücktritt-Versicherung nicht gedeckt.

Ich habe Angst, zu verreisen. Kann ich meine Reiserücktritt-Versicherung bzgl. des Coronavirus in Anspruch nehmen?

Die Reiserücktritt-Versicherung schützt Sie, wenn Sie z. B. wegen einer unerwarteten schweren Erkrankung oder dem Tod eines nahen Angehörigen von Ihrer Reise zurücktreten müssen. Die Angst zu erkranken, kann man allerdings nicht versichern.

Was ist, wenn ich vor Reisebeginn unter Quarantäne gestellt werde?

Wird eine Quarantäne angeordnet, handelt es sich um eine »Maßnahme der Staatsgewalt« oder einen »Eingriff von hoher Hand« und ist damit leider nicht versichert.

Greift die Reiserücktritt-Versicherung, wenn das Auswärtige Amt vor Reisebeginn eine Reisewarnung für Ihr Reiseland ausspricht?

Am 17.3.2020 hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung für nicht notwendige touristische Reisen in das Ausland ausgesprochen. Allerdings stellt auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes kein versichertes Ereignis dar.

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