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BASF schickt 213 Leute in Kurzarbeit

Schwarzheide. Der Chemiekonzern BASF schickt an seinem Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) 213 seiner rund 2000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Nach eigenen Angaben reagiert das Unternehmen damit auf den deutlichen Nachfragerückgang bei Abnehmern wie etwa der Automobilindustrie. Dort habe der Produktionsstopp verschiedener Hersteller zu Absatzeinbrüchen für mehrere Betriebe am Standort Schwarzheide geführt, wie BASF am Montag mitteilte. Von Kurzarbeit betroffen sind zunächst beschäftigte, die in Anlagen arbeiten, in denen technische Kunststoffe, Wasserbasislacke und Schaumstoffe hergestellt werden.

Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass die Kurzarbeit zunächst über einen bestimmten Zeitraum für einige Betriebe nötig sein werde, erklärte Arbeitsdirektor Colin von Ettingshausen. Betriebsratschef Klaus-Peter Müller zeigte sich zuversichtlich, dass die Krise gut gemeistert werden könne. Schwarzheide ist der größte Produktionsstandort von BASF in Europa. Seinen Stammsitz hat der Konzern in Ludwigshafen.

»Kurzarbeit spielte jahrelang in Berlin so gut wie keine Rolle«, erklärte Bernd Becking, Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur. In großem Stil hatte es sie zuletzt in der Übergangsphase nach der Wende im Jahr 1990 gegeben. »Jetzt melden die Unternehmen zu Tausenden Kurzarbeit an«, sagte Becking. Das Antragsaufkommen sei enorm. »Wir haben in den neuralgischen Bereichen die Teams substanziell verstärkt und das vervielfachte Personal arbeitet vor Ort, im Homeoffice und zum Teil im Schichtbetrieb.«

Christian Amsinck von den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg glaubt, dass »die meisten Arbeitgeber alles daran setzen, ihre qualifizierten Fachkräfte so lange zu halten, wie es geht, um nach der Krise voll durchstarten zu können«. Bei einem längeren Shutdown seien die Reserven aber irgendwann aufgebraucht. »Das wird für den Arbeitsmarkt nicht ohne Folgen bleiben.« dpa/nd

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