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Hubschrauber ist übertrieben

MEINE SICHT: Martin Kröger fordert ein besonnenes Krisenagieren

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 2 Min.

Bisher war die Akzeptanz der Kontaktsperre wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter den Berlinerinnen und Berlinern groß. Das sagt zumindest der rot-rot-grüne Senat, der seine ursprüngliche Verordnung noch einmal relativierte - und beispielsweise das Sitzen auf Parkbänken jetzt doch gestattete. Alles andere wäre auch vollkommen lebensfremd gewesen. Wenn eine ältere Dame mit Rollator unterwegs ist, soll sie dann nicht mal kurz verschnaufen dürfen?

Wer am Wochenende bei traumhaftem Frühlingswetter in Berlin unterwegs war, traf allerorten auf Menschen im Freien. In den Parks, an der Spree und den Wäldern. Kontaktsperre, Sicherheitsabstand von ein paar Metern ja, aber alles, was darüber hinaus geht, wird nicht umzusetzen sein. Daran ändert auch der Überflug mit einem Hubschrauber nichts, den die Polizei meint einsetzen zu müssen, um die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Aber ist das überhaupt nötig? Werden nicht eher ohnehin vorhandene Ängste in der Bevölkerung verstärkt, wenn ständig ein Hubschrauber über den Köpfen kreist?

Fragen wirft auch die Auflösung von verschiedenen politischen Demonstrationen auf. Natürlich darf sich das Virus nicht noch stärker verbreiten, aber darf es deshalb keinen politischen Protest mehr geben? Kann der Senat das grundgesetzlich verankerte Versammlungsrecht einfach aushebeln? Protest unter Wahrung der Abstandsregeln muss möglich sein, sonst ist es mit der Akzeptanz ganz schnell vorbei.

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