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Düstere Aussichten für die verschiedenen Risikogruppen

MEINE SICHT über fehlende Perspektiven in der Coronakrise

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 1 Min.

Golfspielen ist in Berlin wieder möglich, Tennis ebenfalls, ach ja, und Rudern ist auch gestattet. Was Gutbetuchte nach der Verkündung der ersten Lockerungen durch den Senat womöglich aufatmen lässt, dürfte bei den sogenannten Risikogruppen eher für Hohn und Spott sorgen: Super, die gesunden Reichen dürfen wieder raus!

Für viele andere dagegen – ältere Menschen ab 50 Jahre, Raucher, Dicke, chronisch Kranke, Krebspatienten, Behinderte – gibt es bislang keine Lockerungen. Ja, nicht einmal eine Perspektive. Zwar wird auch vom Senat ständig betont, dass er die besonders gefährdeten Menschen speziell schützen will. Aber zugleich steht fest: Ohne einen Impfstoff, ohne wirksame Medikamente, die gegen die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 helfen, wird es für die Risikogruppen keine Erleichterungen geben. Das sind düstere Aussichten: ein, zwei Jahre weitgehend isoliert zu Hause? Wer kann, wer will das durchhalten?

Klar ist: Vieles, was das Leben in Berlin lebenswert gemacht hat, wird es länger nicht mehr geben: das Nachtleben, große Konzerte, Fußball im Stadion. Unter den Abstands- und Hygienebedingungen alles undenkbar. Dazu die soziale Isolation von den eigenen Liebsten. Warum werden in Altenheimen nicht schon längst Besuchscontainer mit Plexiglasscheiben aufgestellt? Auch für die Risikogruppen braucht es kreative Lösungen.

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