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Zu kalt, viel zu trocken, zu warm ...

Die Gartenkolumne

Wenn das Rapsfeld sich beinahe schon mit voller Blüte zeigt, die Pflanzen aber keine 30 Zentimeter hoch sind, lassen sich die kommenden Probleme an den Fingern einer Hand abzählen. Nicht viele anders sieht es bei den Frühlingsblühern im Garten aus - die Tulpen hocken so vor sich hin, fast schon mit Notblüte. Bei der Beetbestellung ist man in Staubwolken gehüllt. Krumige Erde? Fehlanzeige. Stattdessen Staub. Man ist ja auch nicht jeden Tag auf der Scholle, um zu wässern. Und die Prognosen der Wetterfrösche versprechen auch für den Mai kaum Feuchte.

Und das alles gepaart mit Corona. Selbst im Kleingartenverein. Die Jahresversammlung? Abgesagt und verschoben. Der erste kollektive Arbeitseinsatz? Logischerweise auch. Trotz der sonnigen Zeit liegt Ruhe über der Anlage. Wenigstens das.

Sicher, es gibt viel zu tun. Es muss einiges gesät beziehungsweise nachgesät werden. Der Rasen leidet sehr unter der Trockenheit. Auch unter den lieben Unkräutern, die sich gemeinerweise dicht am Boden halten. Vertikutieren und düngen und viel Wasser.

Die Bohnen müssen in die Erde. Die Kartoffeln ebenfalls. Von den Gurken ganz zu schweigen. Die Skepsis, ob bei der Trockenheit jetzt schon etwas keimt und austreibt, die ist doch ziemlich groß. Dazu die sehr kalten Nächte, die noch einige Zeit anhalten sollen. Und so wie die Wetterlage sich zeigt, ist wohl auch mit deftigen Einheiligen zu rechnen. Die alte Bauernregel: »Pflanze nie vor der Kalten Sophie« sollte man 2020 sehr ernst nehmen.

Dennoch freut man sich über die Zuverlässigen, die sich jedes Jahr prächtig zeigen: Eine schöne Kirschblüte, in dem Baum summt und brummt es mächtig. Die Felsenbirne - über und über in strahlendem Weiß. Der Klarapfel hat sich ebenfalls, wenn auch zögerlich, entschlossen, zum Gartenschön einen Beitrag zu leisten. Na bitte, es geht doch etwas.

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