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Nicht weit genug gedacht

Simon Poelchau über staatliche Rettungsprogramme für große Konzerne

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Natürlich trifft der Lockdown in Folge der Coronakrise mit seinen Kontakt- und Reisebeschränkungen vor allem die Reisebranche. Natürlich sind deswegen jetzt milliardenschwere Rettungspakete für die beiden großen Reisekonzerne Lufthansa und Deutsche Bahn im Gespräch.

Doch so ähnlich die Auswirkungen, so unähnlich sind die Unternehmen selbst. Die Lufthansa ist ein Privatkonzern, dessen Mobilitätsmodell, das Fliegen, massiv zum Klimawandel beiträgt. Die Bahn ist zu 100 Prozent im Besitz des Bundes, und ihr Ausbau könnte dazu beitragen, dass künftig klimafreundlicher gereist wird. Insofern stellen die Rettungspakete, die nun geschnürt werden, verpasste Chancen dar. So soll die Bahn für einen Teil der Kosten der Coronakrise selbst aufkommen. Einsparungen auf Kosten der Beschäftigung sind schon im Gespräch. Gleichzeitig will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Lufthansa zwar mit Milliarden retten, doch dem Management aus ideologischen Gründen nicht ins Geschäft reinreden. Der Bund beschneidet sich in seinem Einfluss also selbst.

Dabei könnte es zum Beispiel klimapolitisch sinnvoll sein, im Gegenzug zu Milliardenhilfen wenigstens innerdeutsche Flüge zur Disposition zu stellen – schließlich ist die Bahn hier eine klimafreundliche Alternative. Doch so weit denkt Altmaier natürlich nicht.

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