Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung
  • Kommentare
  • Präsidentschaftswahlkampf der US-Demokraten

Man muss auch nicht alles mitmachen

Moritz Wichmann über die Enthaltung der US-Linken gegenüber Joe Biden

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 2 Min.
Präsidentschaftswahlkampf der US-Demokraten: Man muss auch nicht alles mitmachen

Dass sich organisierte Linke in den USA für Joe Biden kein Bein ausreißen, kann niemanden wundern. Der führende Präsidentschaftskandidat der Demokraten hat Progressiven zwar ein paar Brotkrumen hingeworfen, polemisiert aber auch gegen Sozialisten. In seinem Wahlkampfmaterial stellt er das Wort »Sozialist« durchgestrichen dar, versehen mit dem Zusatz »und da bin ich stolz drauf«. Es ist absurd zu denken, es könne irgendeinen Platz für Sozialisten in der Kampagne von Biden geben, auch wenn der Zugeständnisse an weniger radikale Progressive machen muss.

Dass die Democratic Socialists of America (DSA) Joe Biden offiziell nicht unterstützen, ist gut. Es zeigt eine neue Stärke der Linken im Land, was Mitgliederwachstum und Präsenz in der Debatte angeht. Man nimmt sich selber ernst, fällt jetzt nicht mehr um und reiht sich am Ende ein. Man versucht selbst Stärke aufzubauen.

Die nervösen und ätzenden Reaktionen zentristischer Demokratenunterstützer, die via Social Media per Voter-Shaming und aufgebauten Drohkulissen Unterwürfigkeit unter Biden und seine Agenda erzwingen wollen, zeigt nur noch einmal die gestiegene Relevanz der DSA-Aktivisten.

Sollte Joe Biden die Präsidentschaftswahl verlieren, wird er viel größere Probleme gehabt haben als fehlende Symbolerklärungen von ein paar linken Aktivisten - fehlenden Enthusiasmus und zu wenig Stimmen junger Wähler etwa.

Max und Moritz - der linke ndPodcast zum US-Wahlkampf

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln