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Einmal Faschist ...

Andreas Fritsche darüber, was eine glaubwürdige Wandlung ist

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Einmal Nazi, immer Nazi - das muss nicht sein. Es gab schon fanatische Hitlerjungen, denen nach dem Zweiten Weltkrieg die Augen geöffnet wurden und die dann noch anständige Menschen geworden sind. Es gibt auch Aussteiger aus der rechten Szene, die sich nun entweder von der Politik fernhalten oder im Einzelfall sogar bei antifaschistischen Aktionsbündnissen mitmachen.

Jedoch spricht es nicht gerade überzeugend für eine Abkehr, wenn man sich erst in der Neonaziszene umgesehen hat und dann zur AfD geht, dort Vorkämpfer des völkischen Flügels wird und zu den Männern gehört, die nach Einschätzung des Investigativjournalisten Olaf Sundermeyer den AfD-Frontmann Alexander Gauland beeinflusst und mit ihrem Jargon zu dessen verbaler Radikalisierung beigetragen haben.

Für den Politikforscher Gideon Botsch vom Moses-Mendelsohn-Zentrum ist die Brandenburger AfD unter Andreas Kalbitz eine rechtsextremistische Partei. »Dieser Landesverband ist rechtsextrem, auch wenn nicht jedes einzelne Mitglied oder jeder einzelne Aktivist oder Mandatsträger rechtsextrem sein mag«, sagt Botsch.

Kalbitz selbst sieht in der Darstellung, er sei jahrzehntelang in der rechtsextremen Szene verwurzelt gewesen, eine »Verleumdung« und »vorsätzliche Verdrehung« der Tatsachen. Fakt ist aber, dass er nun schon jahrelang maßgeblich in einer AfD mitwirkt, über deren Gefährlichkeit kein Zweifel mehr bestehen kann.

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