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Egoistisch in die Eskalation

Alexander Isele über die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.
Noch ist ein neuer Krieg, sei er kalt oder heiß, nicht ausgemacht. Noch kooperieren die USA mit Russland und China, noch sind Gesprächskanäle offen – auch wenn durch das aggressive Gebrüll alles überdeckt wird. Doch die Geschwindigkeit, mit der Feindbilder auf- und Rüstungsverträge abgebaut werden, lässt Schlimmstes befürchten.

Nicht, dass das Wettrüsten je aufgehört hätte. Doch zumindest gab es einige internationale Verträge, die mal mehr, mal weniger Unterzeichnerstaaten an Regeln banden und schlimmste Waffenauswüchse verboten. Doch nun muss die Welt ohnmächtig zuschauen, wie ein neues Wettrüsten beginnt. Selbst Internationale Organisationen sind offensichtlich nicht mehr in der Lage zu bremsen oder zu vermitteln.

Klar, der Mann im Weißen Haus ist eine treibende Kraft dabei. Doch Trumps Kalkül, erst Verträge aufzukündigen und dann neue zu verhandeln, die seinen Namen tragen, dürfte nicht aufgehen. Denn damit spielt er Moskau und Peking in die Hände. Auch sie entwickeln neue Waffensysteme, modernisieren ihre Atomwaffenbestände und wollen sich dabei nicht länger einschränken lassen.

Die Gefahr einer Eskalation ist auch deshalb so groß, weil die Regierungen jahrelang nationalistische Stimmung verbreiteten und nun keine Zugeständnisse mehr machen wollen. Sie fürchten, dass die Bevölkerungen dies als Schwäche auslegen würden. Auch wenn sie keinen Krieg wollen, rückt er so doch näher.

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