Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ist die Schutzmaske am Steuer verboten oder gar Pflicht?

Ist die Schutzmaske am Steuer verboten oder gar Pflicht?

Angesichts der bundesweit geltenden Maskenpflicht stellt sich die Frage: Ist das Autofahren mit Mundschutz überhaupt erlaubt oder - im Gegenteil - unter Umständen sogar Pflicht?
Jochen W., Berlin

Antwort gibt der KraftfahrerSchutz (KS):

Die Situation ist vom Gesetzgeber nicht eindeutig geregelt. Zum einen gilt nach wie vor das 2017 in Kraft getretene Vermummungsverbot am Steuer. Zum anderen gilt seit der Corona-Pandemie zum Schutz vor einer Infektion eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten und Geschäften. Zwei konträre Vorgaben also.

»Hier muss man unterschiedliche Situationen differenziert betrachten und im Einzelfall abwägen, denn es gibt weder ein generelles Maskenverbot noch eine Maskenpflicht am Steuer«, so die Verkehrsjuristen des Kraftfahrer-Schutz (KS).

Wer beispielsweise allein im Auto fährt, muss keine Maske tragen. Handelt es sich aber um einen Leihwagen oder ein Carsharing-Auto, kann die Situation schon anders aussehen. Hier ist es durchaus sinnvoll, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um das Risiko für die Personen zu senken, die das Auto danach fahren. Man sollte also anlassbezogen entscheiden.

Bei mehreren Personen in einem Fahrzeug gilt: Stammen sie aus einem Haushalt, benötigen sie keinen Mundschutz. Fahren haushaltsfremde Personen (Kollegen oder Freunde) im Auto mit, ist die Maske zu tragen.

Gerade beim Tragen einer Maske am Steuer kommt es aber angesichts des Vermummungsverbots auf ein entscheidendes Detail an: dass Gesichtszüge zur Identifikation trotz Maske erkennbar bleiben müssen. Zu großflächige Masken, die einen zu großen Teil des Gesichts verbergen, wie es oft bei selbstgenähten Masken, Schals oder Halstüchern der Fall ist, sind ein Problem, weil eine Erkennung unter Umständen nicht gewährleistet ist.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln