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Abb.: imago/ElliWalton
Streitkultur

Ad personam

Wie Sie immer schön sachlich bleiben und rhetorische Ausweichmanöver entlarven

Von Katja Choudhuri

In seinem um 1830 entstandenen Manuskript »Eristische Dialektik oder Die Kunst, Recht zu behalten« stellt der Philosoph Arthur Schopenhauer fest, dass es nicht jedem Menschen gegeben sei, in Auseinandersetzungen sachlich zu bleiben oder gar das eigene Unrecht einzugestehen. Und meint: »Daraus folgt, dass unter hundert kaum einer ist, der wert ist, dass man mit ihm disputiert.«

Schopenhauer zufolge greifen Menschen dann in Auseinandersetzungen häufig auf Argumente zurück, die weder einem logischen Aufbau folgen noch einen Bezug zum Thema des Streits haben: Argumentum ad personam (Argument gegen die Person). Diese zielen darauf ab, mittels negativ konnotierter Eigenschaften wie politische Orientierung oder auch das Geschlecht Vorbehalte gegenüber den Ansichten der anderen Person zu erzeugen.

Dass diese Vorgehensweise keinen Sinn macht, liegt auf der Hand. Schließlich wird eine Aussage über einen Sachverhalt nicht weniger wahr oder unwahr, nur weil es etwas am Streitpartner zu kritisieren gibt.

In diesem Sinne: Immer schön sachlich bleiben.

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