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Künftig fundierte Begleitung der Familie durch Fachkräfte

Neuregelung bei Adoptionen

Außerdem sollen die Stellen von Beginn an mit den Herkunftseltern, den Adoptiveltern und altersgerecht auch mit dem Kind erörtern, ob und wie ein Informationsaustausch und Kontakt gestaltet werden kann.

Um die Position der Herkunftseltern zu stärken, erhalten diese gegenüber der Vermittlungsstelle einen Rechtsanspruch auf allgemeine Information über das Kind. Allerdings entscheidet die Adoptivfamilie, ob und welche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Informationen, deren Weitergabe nicht gewünscht ist, bleiben geschützt.

Adoptivkinder, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, sollen künftig stets durch eine Fachstelle vermittelt werden. Damit soll verhindert werden, dass sie ohne Begleitung in die Bundesrepublik kommen. Zudem soll ein verpflichtendes Anerkennungsverfahren für ausländische Adoptionsbeschlüsse im Inland eingeführt werden. Dies soll Kinderhandel entgegenwirken.

Eine Adoption ist eine Lebensentscheidung, die die abgebenden Eltern, die Adoptivfamilien, vor allem aber die Kinder betrifft. Deren Wohl stehe bei dem neuen Gesetz im Mittelpunkt. Wenn ein Kind in eine solche Familie hineingeboren werde, solle es eine automatische Anerkennung geben. Dies könnte im Rahmen einer »Mit-Mutterschaft« geschehen.

Das Gesetz soll die Begleitung von Adoptionen intensivieren. Eine Adoption sei eine elementare Entscheidung für das Kind und die Eltern und müsste so gut wie möglich begleitet werden.

Statistisch gesehen werden in Deutschland jeden Tag zehn Kinder adoptiert. 2018 waren es laut Bundesfamilienministerium 3733 Adoptionen, 176 davon aus dem Ausland. Rund ein Drittel läuft unbegleitet ab. AFP/nd

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