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Ein kleiner Landgewinn für die Liegewiese

Die Fläche des neuen Strandbads Babelsberg wird etwas weniger beschnitten

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.

Das Strandbad Babelsberg wird in seinen künftigen Ausmaßen zehn Meter länger als zeitweise beabsichtigt. Die Liegewiese wird nun 250 Quadratmeter mehr umfassen, was im Hauptausschuss der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung allseits als Erfolg gefeiert wurde.

Eine »Entkrampfung« war es für Christoph Martin Vogtherr, den Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Von einer »guten Atmosphäre in den Gesprächen«, schwärmte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD), wenngleich er von einer »harmonischen« aber dann doch nicht sprechen wollte. Der Stiftung wird im Gegenzug eine andere Fläche am Pfostenhaus zum Tausch überlassen. Alle Seiten bekundeten, mit dieser Lösung gut leben zu können und zollten einander Respekt. Schubert sagte: »Das war nicht immer so.« Was nun im Entstehen sei, sei »denkmalpflegerisch vertretbar«, bestätigte Vogtherr.

Dass dieser erste Besuch bei den Stadtverordneten nicht der letzte gewesen sei, hoffte Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke). Die unterschiedliche Interessenlage habe es erfordert, dass »noch mal eine Ehrenrunde« gedreht werden musste. Auch wenn sich die Linksfraktion beim nun vereinbarten Flächenzuwachs für das Strandbad Babelsberg noch etwas mehr gewünscht hätte: »Jeder Quadratmeter hilft.« Das Bad befand sich bisher teilweise auf Grund und Boden der Schlösserstiftung. Stadt und Stiftung haben sich aber auf einen Grundstückstausch geeinigt. Demnach tritt die Stiftung 7650 Quadratmeter im Schlosspark Babelsberg an die kommunalen Stadtwerke ab. Die Stadt stellt im Gegenzug 7000 Quadratmeter zur Verfügung.

Noch in diesem Sommer soll das alte Domizil des Seesportclubs neben dem Strandbad abgerissen werden. Auch das bisherige Strandbadgebäude soll weg. Stattdessen soll leicht versetzt ein Neubau errichtet werden, in dem das Strandbad und der Seesportclub gemeinsam unterkommen sollen. Auf 1330 Quadratmetern soll es Gastronomie, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen geben.

Nicht mit dem in den 1950er Jahren errichteten alten Haus des Seesportclubs verschwinden soll das vor ihm aufgestellte kleine Denkmal für den KPD-Gründer Karl Liebknecht. »Wir werden überlegen, wie wir die Plakette in die neue Außengestaltung aufnehmen können«, kündigte Harald Kümmel von der Stadtverwaltung an.

Auch während der Bauarbeiten, die voraussichtlich bis zum Jahr 2023 andauern werden, soll der Badebetrieb aufrechterhalten werden. Eine Bürgerinitiative und die linksalternative Stadtfraktion »Die Andere« waren gegen den Abriss des Clubs. Sie halten dies für eine Geldverschwendung.

Neben dem Park Sanssouci und dem Neuen Garten gehört der Park Babelsberg zum Weltkulturerbe. Die 114 Hektar hatten Peter Joseph Lenné und Fürst Pückler-Muskau um die Mitte des 19. Jahrhunderts gestaltet.

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