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Richtfest der Batteriefabrik ohne Verzug

Bei der US-Firma Microvast in Ludwigsfelde sollen ab 2021 bis zu 250 Arbeitsplätze geschaffen werden

  • Von Andreas Fritsche, Ludwigsfelde
  • Lesedauer: 2 Min.

In der Betonplatte sind drei Öffnungen für die Fenster ausgespart. Ein Bauarbeiter hängt das Teil an Ketten und gibt dem Kranführer ein Zeichen. Behutsam schwenkt der es hinüber an seinen Bestimmungsort. Wenige Minuten später ist es in die Fassade eingepasst. So wächst in Ludwigsfelde im Gewerbegebiet Eichspitze Stück für Stück die neue Batteriefabrik der US-Firma Microvast. Hier sollen ab 2021 die ersten Produkte vom Band rollen - Batterien für Elektrofahrzeuge, die in nur 10 bis 15 Minuten aufgeladen sind. Das Unternehmen verlegt dann auch seine Europazentrale von Frankfurt am Main an diesen Standort. Bis zu 250 Arbeitsplätze sollen vor Ort entstehen, die Entwicklungsabteilung inklusive. Mehr als 40 Millionen Euro steckt das 2006 in Texas gegründete Unternehmen in das Projekt.

»Die Ansiedlung von Microvast ist ein zentraler Baustein in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Denn Brandenburg hat die Chance, bei moderner Mobilität in der ersten Liga zu spielen«, schwärmte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Donnerstag beim Richtfest. Er freute sich, dass hier Menschen eine neue berufliche Perspektive erhalten könnten, die gerade in der Coronakrise ihren Job verlieren. Steinbach stellte die Investition in eine Reihe mit der Tesla-Autofabrik in Grünheide und der Fertigung von Batteriekomponenten bei BASF in Schwarzheide.

Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, sprach von einem »wichtigen Ansiedlungserfolg«. Diesen Erfolg darf sich zum Teil auch die Kreisverwaltung Teltow-Fläming anrechnen, die für zügige Genehmigungen sorgte. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) sagte: »Ein Richtfest in so einer Zeit ist immer ein Lichtblick.«

»Wir sind komplett im Plan trotz Covid-19«, erklärte Sascha Kelterborn, Geschäftsführer der Microvast GmbH. Er dankte Landrätin Wehlan und Bürgermeister Andreas Igel (SPD). Man fühle sich in der Stadt willkommen. Als Dankeschön erhielt die Kita »Märchenland« eine Spende von 2000 Euro. Später wird die Stadtkasse mit Gewerbesteuern gefüllt, versprach Kelterborn.

Das Fabrikgebäude steht auf einem 36 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Bundesstraße 101. Da zu dieser Seite der Rohbau noch offen ist, musste beim Richtfest der Lärm der Laster übertönt werden, die zur vier Kilometer entfernten Auffahrt zur Autobahn Berliner Ring vorbeirauschten. Die Bahnhöfe Ludwigsfelde und Birkengrund sind nicht weit weg. Kelterborn hofft, dass in naher Zukunft Fahrzeuge der Berliner Verkehrsbetriebe mit Batterien aus Ludwigsfelde unterwegs sein werden.

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