Bezahlbar wohnen mit Schlossblick

Seit 2017 wird auf dem Gut Alt-Biesdorf gebaut - bis 2021 entstehen 515 Wohnungen in sozial ausgewogenem Mix

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Alt-Biesdorf, ein Ortsteil des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, lebt auf. Gegenüber dem sanierten Schloss Biesdorf, jenseits der tosenden Bundesstraße B1, entsteht inmitten alter Gutsgebäude das neue Wohnquartier »Gut Alt-Biesdorf«. Mehr als 1000 Menschen werden hier bald leben.

Beschaulich war Biesdorf zuletzt wohl, als dort 1887 der Industrielle Werner von Siemens das 600 Hektar große Gut samt Herrenhaus erwarb. Zuletzt bot das Gutsareal am Dorfanger eher einen traurigen Anblick.

Schon zum dritten Mal, seit dort das städtische Wohnungsbauunternehmen »Stadt und Land« 2017 bauen lässt, war am Donnerstag Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) vor Ort, um sich über den Baufortschritt zu informieren. Ihn überzeugt vor allem, dass selbst in grüner Randlage der Hauptstadt nicht nur allgemein neue Wohnungen gebaut werden. » Hier wird dringend benötigtes bezahlbares Wohnen ermöglicht, das zugleich gründlich durchdachte, passende Angebote für die verschiedenen Generationen vorsieht und den Menschen ein wirkliches Zuhause und ein Miteinander ermöglicht«, erklärte er.

»Stadt und Land«-Geschäftsführer Ingo Malter warb für die im Quartier angestrebte soziale Mischung. »Hier entstehen 515 Wohnungen im Neubau, davon sind 200 gefördert und werden anfänglich für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet. 172 werden barrierefrei sein«, so Malter. Bis Mitte 2021 werde ein richtiges kleines Dorf mit bester öffentlicher Verkehrsanbindung und guter Infrastruktur entstehen. Der Klinkerbau des früheren Gutsspeichers an der B1 werde künftig das Stadtteilzentrum des Bezirks beherbergen.

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) erwartet, dass auch manche Biesdorfer, die altersbedingt ihr Häuschen aufgeben müssen, hier im vertrauten Wohnumfeld eine neue Bleibe finden werden.

Weitere Berlin-Themen:

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung