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Komplizin von Epstein festgenommen

Ghislaine Maxwell soll dem US-Multimillionär jahrelang geholfen haben, minderjährige Mädchen zu missbrauchen

  • Von Vanessa Fischer
  • Lesedauer: 2 Min.
Ghislaine Maxwell: Komplizin von Epstein festgenommen

Sogar im Untergrund lebte sie luxuriös: Ghislaine Maxwell soll dem US-Multimillionär Jeffrey Epstein jahrelang dabei geholfen haben, Hunderte minderjährige Mädchen zu missbrauchen. Davon geht das FBI aus, vor dem sich die 58-Jährige seit Monaten versteckt hatte.

Am Donnerstag wurde sie schließlich festgenommen: in ihrer Villa auf einem 63 Hektar großen Waldgrundstück im nordöstlichen US-Bundesstaat New Hampshire. Das Anwesen hatte sie im Dezember anonym und in bar für eine Million US-Dollar gekauft. Mindestens 15 weitere Konten ordnen die Ermittler*innen ihr außerdem zu, auf denen seit 2016 bis zu 20 Millionen US-Dollar deponiert waren. »Kurz gesagt, sie hat drei Pässe, große Geldsummen und weitreichende internationale Verbindungen«, drängte die Staatsanwaltschaft deshalb darauf, Maxwell weger »extremer« Fluchtgefahr noch vor dem Prozess zu inhaftieren.

»Verbindungen« hatte Maxwell tatsächlich zu zahlreichen Prominenten: 1961 als neuntes und jüngstes Kind des britischen Medienmoguls Robert Maxwell im französischen Maison-Laffitte geboren, wuchs sie in der Nähe von Oxford auf und gehörte schon in den 1980er Jahren zur Londoner »High-Society«. Als ihr Vater 1991 unter mysteriösen Umständen auf seiner Yacht ums Leben kam, wanderte sie nach New York aus.

Wenig später lernte sie dort Epstein kennen, mit dem sie eine romantische Beziehung einging. Das Paar trennte sich wieder, Maxwell blieb aber eine der »engsten Verbündeten« Epsteins und spielte eine »entscheidende Rolle« bei seinen Machenschaften, sagte Staatsanwältin Audrey Strauss am Donnerstag in New York. Auch Epstein selbst soll Maxwell einmal seine »beste Freundin« genannt haben. Seit dessen Verhaftung im Juli 2019 und seinem mutmaßlichen Suizid in Untersuchungshaft nur einen Monat später, war Maxwells Aufenthaltsort unbekannt.

Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu 35 Jahre Haft – in einer Zelle, die weitaus weniger luxuriös ausgestattet sein dürfte als ihr Anwesen in New Hampshire.

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