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Präsidialer Aufpeitscher

Oliver Kern kritisiert, dass Donald Trump den Sport in seinen Kulturkampf zieht

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: 2 Min.

Wenn Linke fordern, der Sport dürfe nicht unpolitisch bleiben, vergessen sie oft, dass auch Rechte die Plattform für ihre Zwecke nutzen können. Donald Trump tut das seit Jahren. Nun spielt er angebliche »Erbbewahrer« und »Landeszerstörer« in seinem Kulturkampf verstärkt gegeneinander aus.

Zuletzt twitterte Trump gegen geplante Änderungen von Teamnamen sowie das Verbot der Konföderiertenflagge bei Nascar-Rennen. Die Flagge ist rassistisch, aber unter weißen Südstaatlern ebenso beliebt wie Trump und diese Autorennen. Dennoch entschieden sich die Organisatoren für ein Verbot. Trump kritisiert das als »politisch korrekt«. Genauso wie die Überlegungen der Cleveland Indians (Baseball) und der Washington Redskins (Football), sich nach jahrzehntelanger Kritik nun endlich nicht mehr Indianer oder Rothäute zu nennen. »Die Indianer müssen wütend darüber sein!«, schrieb er. Da sich die Indigenen selbst nie so nennen, ist klar, wen Trump da anstacheln will.

Der Präsident hat sein Wahlkampfthema gefunden: Corona? Löst sich von allein in Luft auf. Wirtschaftskrise? Ist bald überstanden. Die wahre Gefahr seien die Linken, die einem vorschreiben wollen, nicht mehr das zu sagen, was vor 60 Jahren noch in Ordnung war. Mehrheitsmeinung ist das in den USA eigentlich nicht mehr. Trump versucht aber, dass sie es im November noch mal sein wird. Bis dahin ist auch der Sport nicht vor seinem Rassismus sicher.

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