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Monopolisierte Gesundheit

Kurt Stenger über den Konzentrationsprozess bei Krankenhauskonzernen

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

In Deutschland wird schon fast jeder fünfte Krankenhauspatient in einem Privatklinikum behandelt. Das ist die höchste Quote unter den Industriestaaten. Selbst in Großstädten wie Hamburg gibt es längst einen privaten Platzhirsch. Wie im Altenpflegebereich wird auch im Krankenhaussektor Gesundheit zunehmend zur Ware mit üppigen Renditeversprechen.

Dabei hat doch gerade die Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig ein starker öffentlicher Gesundheitssektor ist. Das politische Versprechen, diesen zu stärken, wird von der Marktrealität Lügen gestraft. Mit der nach monatelangem kapitalen Tauziehen jetzt vollzogenen Fusion von Asklepios und Rhön AG entsteht ein privater Klinikgigant mit nie dagewesener Marktmacht gegenüber Kliniken der Kommunen oder der Wohlfahrtspflege. Dies ist finanziell schlecht für die Krankenkassen und alles andere als förderlich für eine am Bedarf der Patienten ausgerichtete Versorgung. Im Gegenteil, die Konzentration auf nur noch drei private Großkonzerne wird stattdessen den Trend zu hoch rentablen Spezialkliniken beschleunigen.

Im Lauf der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass der Gesundheitsbereich mehr und besser bezahltes Personal benötigt. In einem monopolisierten Kliniksektor ist Personal hingegen in erster Linie ein Kostenfaktor.

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