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Fragen einer Schreibarbeiterin

Karlen Vesper wundert sich über einen Vorstoß des Wissenschaftsrates

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: 1 Min.
Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Fragen einer Schreibarbeiterin

Warum jetzt? Wieso überhaupt? In einer Zeit, in der auch Musentempel unter Corona litten, erst jetzt wieder ihre Pforten öffnen, darunter die auf der berühmten Berliner Museumsinsel, empfiehlt der Wissenschaftsrat (wer kennt ihn?) die Auflösung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die nach der deutschen »Vereinigung« auch Fundus sowie kompetente Historiker und Archivare des Pergamon- und Bodemuseums, der Alten Nationalgalerie und der Staatsbibliothek in Ostberlin unter ihre Fittiche nahm. Korrektur von »Vereinigungskriminalität« ist eher nicht zu vermuten. So what?

In Anlehnung von Brechts »Fragen eines lesenden Arbeiters« sei sinniert: Erfüllte die Stiftung ihre Ansprüche und Aufgaben nicht? (Das verneint der Rat.) Soll die Eliminierung einer Gründungsinstanz des Humboldt-Forums eine erneute Verschiebung von dessen Eröffnung legitimieren? (Hm.) Will der Rat auch mal eine Pressekonferenz abhalten wie derzeit laufend Landesfürsten, Politiker, Virologen? Ist der Vorstoß Neid geschuldet, den es auch in den Wissenschaften gibt? Scharren da welche mit den Hufen, die nach Pöstchen streben? Soll die Kolonialismus-Debatte instrumentalisiert werden? Erwies sich Herrmann Parzinger, Chef der größten deutschen Kulturstiftung, im Hohenzollern-Streit zu couragiert? Oder will Monika Grütters ein (links?)liberales Gremium beseitigen? Fragen über Fragen.

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