Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ex-linksextremer CSUler packt aus

Personalie: Severin Maier hat den »schwierigen« Ausstieg geschafft

  • Von Lisa Ecke
  • Lesedauer: 2 Min.

Severin Maier ist vom Antiimperialisten zum Antideutschen und schließlich zum CSUler geworden. Eine große Bandbreite der durchlaufenen politischen Meinungen ist nicht untypisch für als »Ex-Linke« bekannte Menschen. Jürgen Elsässer war beispielsweise zuerst antideutsch, dann antiimp, bis er zu seinen extrem rechte Positionen gelangt ist. Maier ist jetzt jedoch ganz »in der Mitte«, erzählte er am Mittwoch auf einer Onlineveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der CSUler hielt einen Vortrag zum Thema »Endstation Linksextremismus? Eindrücke und Erfahrungen eines Aussteigers«. Zunächst schilderte er, wie Menschen aus seiner Sicht zur »linksextreme Szene« gelangen. Linke Musik, die zum Extremismus verleite, sei etwa eine »vernachlässigte Gefahr«. Es gäbe aber auch Personen, die über ihre extremistischen Eltern in die Szene kommen würden.

Man kennt es schließlich aus den Medien: Die Kontinuitäten von extrem linken Familien, die sich über mehrere Generationen hinweg gegenseitig schulen und in linksextremistischen Jugendverbänden in geheim abgehaltenen Sommercamps von klein an lernen, den Staat zu hassen.

Andere rutschten, meint Maier, auf der Suche nach Gruppenzugehörigkeit in die Szene. In seinem Fall war es jedoch »schlicht ein Zufall, der mein Leben verändern sollte«. In seinem Vortrag lieferte Maier Erkenntnissen wie »jeder Extremist ist Mist«. Auf die Frage aus der Zuhörerschaft, nach der Berechtigung dieses Vortrages angesichts der 13 von extremen Rechten verübten Morde allein seit Juni 2019, ließ er dagegen unbeantwortet.

Rechts- und Linksextremisten hätten laut Maier übrigens eine Ähnlichkeit darin, jeweils die Rolle von Frauen verändern zu wollen. Als Maier schließlich erzählte, wie er den - offenbar schwierigen-, »Ausstieg geschafft« habe, musste er auf Nachfrage zugeben, dass dieser wohl nicht mit Ausstiegen aus der Neonaziszene und dessen Problemen zu vergleichen sei.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln