Werbung

Start-ups bekommen seltener viel Geld

Häufigere Investments, weniger finanzielle Unterstützung

Berlin. Die Zahl der Finanzspritzen für Start-ups in Deutschland ist gestiegen, die investierte Summe jedoch gesunken. Zu diesen Ergebnissen kommt eine am Montag veröffentlichte Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY). Der Analyse zufolge gab es in der ersten Hälfte dieses Jahres zwar acht Prozent mehr Finanzierungen als noch im Vorjahreszeitraum, das Investitionsvolumen sank im Vergleich jedoch um mehr als ein Fünftel auf 2,2 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2019 sei das Investitionsvolumen noch mehr als 600 Millionen Euro höher gewesen. Während in der Hauptstadt die Finanzierungen auf 149 angestiegen seien, sei das Investitionsvolumen um rund die Hälfte auf 1,1 Milliarden Euro eingebrochen. In Bayern hingegen sei die Anzahl der Finanzspritzen um 60 Prozent auf 83 geklettert und gleichzeitig das Investitionsvolumen von 204 auf 773 Milliarden Euro gewachsen. »München bildet sich als zweiter großer Start-up-Standort heraus«, sagte EY-Start-up-Experte Thomas Prüver. In anderen Bundesländern sehe die Lage nicht so rosig aus: Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Baden-Württemberg und Hamburg sei die Anzahl der Finanzierungen eingebrochen. Einen klaren Corona-Effekt hat Prüver beobachtet: »Die offensichtlichste Entwicklung ist der starke Rückgang bei sehr großen Deals: Die Zahl der Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von sieben auf zwei. Gleichzeitig gab es allerdings mehr kleine Transaktionen.« dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln