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Neue Rekorde beim Treibhausgas Methan

Anders als beim CO 2 brachte der Corona-Lockdown kaum Besserung

Der jährliche weltweite Ausstoß des Treibhausgases Methan hat einen neuen Höchststand erreicht: 2017 gelangten Hochrechnungen zufolge knapp 600 Millionen Tonnen des Gases in die Erdatmosphäre, mehr als die Hälfte davon durch menschliche Aktivitäten. Gegenüber dem jährlichen Durchschnitt von 2000 bis 2006 hat sich der jährliche Ausstoß um rund 50 Millionen Tonnen erhöht, ein Zuwachs um neun Prozent. Die Zahlen stammen aus zwei Studien einer Gruppe um Rob Jackson von der Stanford University (Kalifornien, USA), die in den Fachzeitschriften »Earth System Science Data« und »Environmental Research Letters« veröffentlicht wurden.

Über einen Zeitraum von 100 Jahren hat Methan eine 28 Mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid (CO2), über 20 Jahre gerechnet ist die Wirkung sogar 86 Mal stärker. Während die Methanemissionen aus natürlichen Quellen wie Feuchtgebieten und Vulkanen im untersuchten Zeitraum nahezu gleich geblieben sind, hat sich der Ausstoß durch menschliche Aktivitäten stark erhöht. Die Studienautoren nennen hier vor allem die Förderung von fossilen Brennstoffen, Deponien und die Landwirtschaft als Quellen.

Drei Weltregionen verzeichneten einen besonders starken Anstieg beim Methanausstoß: Afrika/Naher Osten, China/Südasien sowie Ozeanien mit Australien. Haupttreiber sind den Computermodellen und Berechnungen zufolge vor allem die Viehzucht und die Verwendung fossiler Brennstoffe. Europa ist die einzige Weltregion, deren Methanausstoß 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum (2000 bis 2006) leicht gesunken ist. Das ist sowohl auf besseres Management von Deponien, Gülle und anderen Quellen zurückzuführen als auch auf den zurückgegangenen Verzehr von Rindfleisch. dpa/nd

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