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Öffentlich schlägt Privat

Kubas und Argentiniens Gesundheitssysteme trotzen der Coronakrise

Berlin. 2446 Infizierte, 87 Tote: Kuba ist bisher glimpflich durch die Coronakrise gekommen. Das liegt vor allem auch am staatlichen Gesundheitssystem, das Medizinstudent*innen von Haus zu Haus schickt und so frühzeitig Corona-Infizierte entdeckt und isoliert. Doch auch wenn die Infektionszahlen in Kuba niedrig bleiben, die Auswirkungen der Pandemie treffen auch den Karibikstaat. Vor allem die Wirtschaft ist gebeutelt. Der kubanische Ökonom Ricardo Torres Pérez vom Studienzentrum der kubanischen Wirtschaft (CEEC) an der Universität von Havanna beschreibt im nd-Interview die aktuelle Lage in Kuba als sehr schwierig. »Die kubanische Wirtschaft hatte bereits seit geraumer Zeit erhebliche Probleme, vor allem ihren externen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.« Die Pandemie treffe wichtige Sektoren wie den Tourismus, der stark eingebrochen ist, aber auch die Geldüberweisungen von Verwandten aus dem Ausland. »Beides senkt die Deviseneinnahmen.«

Auch Argentinien droht nach Einschätzung der Vereinten Nationen aufgrund der Pandemie ein besonders harter wirtschaftlicher Absturz. Bis zum Jahresende könnten fast sechs von zehn Argentinier*innen (58,6 Prozent) in Armut leben. Ähnliche Zahlen seien bei der Kinderarmut zu erwarten. Die Tageszeitung »Clarin« berichtete, die argentinische Wirtschaft sei im ersten Quartal um 5,4 Prozent eingebrochen.

Obwohl Argentinien früh Maßnahmen ergriffen hat, steigen die Infektionszahlen vor allem in der Metropolregion Buenos Aires. »Ich denke, wir stehen in der bis jetzt schwierigsten Phase«, sagt Carlota Salomón, die eine Corona-Station in einem öffentlichen Krankenhaus leitet. Sie schildert in einer Reportage ihren Klinikalltag. Die Pandemie zeige nach Einschätzung der Medizinerin, dass ein öffentliches Gesundheitssystem notwendig sei: »Ein rein privates System würde das nicht leisten können.« nd Seiten 2 und 3

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