Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Uniformierte Sandsackträger

Markus Drescher über den neuen »Heimatschutz«-Freiwilligendienst

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.
»Heimatschutz«: Uniformierte Sandsackträger

Die Bundeswehr hat viele Probleme. Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: Personalmangel, fehlende oder fehlerhafte Ausrüstung, nicht einsatzbereite oder fehlende Fahrzeuge, ineffektive Strukturen... Allein die jährliche Mängelliste des Wehrbeauftragten ist seit geraumer Zeit sehr lang. Daran wird auch der von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ersonnene »Freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz« nichts ändern. Bei dem - folgt man der nebulösen Tätigkeitsbeschreibung der Ministerin - im Prinzip nicht mehr als uniformierte Schneeschipper und Sandsackträger herauskommen. In die Schlagzeilen hat es ein solcher Bundeswehrmangel bisher jedenfalls nicht geschafft.

Der Gedanke, allein angesichts der Coronakrise, aber auch der klimawandelbedingten zu erwartenden Zunahme von (Natur-)Katastrophenfällen, den Katastrophenschutz zu stärken, ist dabei ja gar nicht verkehrt. Nur sollte er nicht mit dieser wahrscheinlich nicht ganz billigen »Heimatschutz«-PR-Aktion verschwendet werden. Warum nicht zivile Strukturen stärken wie zum Beispiel Feuerwehr und THW? Die etwa mit ihrer Jugendarbeit auch abseits von Katastropheneinsätzen flächendeckend, kontinuierlich und nachhaltig etwas für die »Heimat« tun.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln