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Grundeinkommen für die Ärmsten

Martin Ling über den Vorschlag der UN-Entwicklungsagentur UNDP

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.
Coronakrise: Grundeinkommen für die Ärmsten

Es wäre ein großer Wurf: Ein auf sechs Monate befristetes Grundeinkommen für die Ärmsten der Armen dieser Welt. Das sind 2,7 Milliarden der 7,8 Milliarden Menschen, die sich derzeit auf dem Globus tummeln. Der Vorschlag kommt von der UN-Entwicklungsagentur UNDP unter ihrem derzeitigen deutschen Chef Achim Steiner, der schon als Chef des UN-Umweltprogramms UNEP immer über den deutschen Tellerrand geschaut hat.

Die Idee dahinter ist einfach: Die Covid-19-Pandemie lässt sich nur stoppen, wenn die Menschen zu Hause bleiben können. In den Ländern des Globalen Südens ist das Milliarden verwehrt, weil sie sich Tag für Tag in informellen Tätigkeiten ihr Überleben verdienen müssen. Sie vereint der Slogan: »Bevor wir an Corona sterben, sterben wir an Hunger!«

»Beispiellose Zeiten erfordern beispiellose soziale und wirtschaftliche Maßnahmen«, sagt Steiner. Ob sich die reichen Staaten auf den kühnen Vorschlag einlassen, steht leider zu bezweifeln. 199 Milliarden Dollar pro Monat sind kein Pappenstiel, immerhin leicht über dem Niveau der globalen Rüstungsausgaben. Und zu mehr als einem Schuldenmoratorium waren die Gläubigerstaaten bisher nicht bereit. Doch ohne diesen Schritt zum Grundeinkommen ist eine beispiellose Krise im Globalen Süden vorgezeichnet.

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