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CDU-Vorsitz

Kein Zusatzpunkt für Spahn

Uwe Kalbe über das neue Rangeln um den CDU-Vorsitz

Von Uwe Kalbe

Eine Weile war es still geworden um die Kandidaten in der CDU. Der Kampf um die künftige Parteispitze musste zurückstehen hinter dem Kampf um das Vaterland, denn wie jeder weiß, kommt immer erst das Land und dann die Partei. Gleich danach aber folgt der Kandidat. Und deshalb melden sich jetzt endlich die Anhänger von Jens Spahn, die schon von Anfang an unzufrieden waren mit dessen Rolle als Nummer zwei im Tandem mit Armin Laschet. Sie verweisen nach den Monaten angestrengten Einsatzes des Gesundheitsministers auf seine in der Corona-Feuertaufe bewiesene Krisenbewältigungs- und Führungsfähigkeit.

Muss das eifersüchtige Gerangel der Kandidaten und ihrer Gefolgschaft den Normalsterblichen interessieren, bevor es so weit ist und ein Parteitag die Kandidatenfrage auf die eine oder andere Weise geklärt hat? Eigentlich nicht. Ohnehin schnurrt die vermeintliche Vielfalt des Kandidatenangebots bei genauerem Blick arg zusammen. Vier Männer rangeln da, die sich in der Vergangenheit gern gegenseitig ihrer Sympathie versicherten, wenn einer von ihnen gerade ein Beispiel seiner konservativen Ansichten abgeliefert hatte. Weil sie allesamt den gesellschaftlichen Fortschritt mit spitzen Fingern anfassen. Vier Männer, die ausnahmslos aus Nordrhein-Westfalen kommen. Vier Männer - allein das spricht Bände.

Jens Spahn jedenfalls mag in der Coronakrise Punkte gesammelt haben; das Gesundheitswesen kuriert er trotzdem nicht. Und so kann man nicht ausschließen, dass die vier Kandidaten, von denen keiner die Kraft des größten Landesverbandes hinter sich hat, weil sie ihn selbst spalten, am Ende an einem fünften scheitern. Vielleicht auch mit einem CSU-Parteibuch und erst, wenn es um die Kanzlerkandidatur geht.

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