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Hitzewelle im Kühlschrank

Kurt Stenger über die Botschaft von Rekordtemperaturen in Sibirien

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.
Rekordtemperaturen: Hitzewelle im Kühlschrank

38 Grad im Norden Sibiriens, 21 Grad auf Spitzbergen: Der wirtschaftliche Lockdown im Zuge der Coronakrise hat zwar für einen Rückgang beim Treibhausgasausstoß gesorgt, doch solche Veränderungen brauchen Jahrzehnte, bis sie Einfluss aufs Klima haben. Dieser ist zudem unerheblich, wenn es sich nur um eine kurzzeitige Minderung handelt. Die Erderwärmung jedenfalls setzt sich auch 2020 fort - in der Arktis besonders rasch.

In dieser dank der Kühlungsfunktion fürs Weltklima so wichtigen Region lässt sich das besonders Fiese am menschengemachten Klimawandel studieren: Er verstärkt sich aus sich selbst heraus. Er lässt das Meereis schmelzen, den Permafrostboden auftauen und sorgt für viele Brände im größten Waldgebiet der Erde - das alles beschleunigt den Klimawandel noch.

Für Endzeitstimmung sollte dennoch kein Platz sein. Auch wenn sich die Erde noch schneller erwärmt als vorhergesagt, geht es eben nicht nur darum, die Folgen des Klimawandels mit Anpassungsmaßnahmen beherrschbar zu machen, wie es einige technokratische Regierungen fordern. Die anhaltende Hitzewelle im Kühlschrank der Erde sollte vor allem eine Mahnung sein, sich die Köpfe darüber heiß zu reden, wie der CO2-Ausstoß auch nach der Corona-Rezession im notwendigen Maße gesenkt werden kann.

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