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Militärrealist

Douglas Macgregor soll US-Botschafter in Deutschland werden

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 2 Min.
Douglas Macgregor: Militärrealist

Er liegt auf Linie von US-Präsident Donald Trump, zumindest was den Rückzug von Truppen aus aller Welt angeht. Als Gast-Kommentator im rechten Fernsehsender Fox News forderte Douglas Macgregor den Rückzug von US-Soldaten aus Syrien, der Türkei und aus Afghanistan (»wo US-Soldaten ohne Grund ermordet werden, weil es kein strategisches Ziel gibt«).

Der Ex-Militär warnte, ein Krieg mit Iran würde die Präsidentschaft von US-Präsident Donald Trump »zerstören« und stellte sich gegen die Außenpolitik-Falken um den Ex-Berater für Nationale Sicherheit John Bolton. Der konservative »Nicht-Interventionist« soll nun US-Botschafter in Deutschland werden und Richard Grenell beerben.

Macgregor spricht fließend deutsch und ist ein Kenner deutscher Militärgeschichte im Zweiten Weltkrieg und der Roten Armee. Als junger Armeeoffizier verfasste er eine Arbeit über die Zusammenarbeit zwischen der Sovietunion und der Deutschen Demokratische Republik. Der ehemalige Armee-Oberst, der 1991 im zweiten Golfkrieg in einer Panzereinheit gedient hat, war zuvor schon für andere Posten in der Trump-Administration im Gespräch gewesen.

Laut Weißem Haus ist er ein »Strategieexperte«. Er habe 1995 für das Team von US-Botschafter Richard Holbrooke gearbeitet, das in Dayton, Ohio von der USA geleitete Gespräche zur Beendigung des Krieges in Bosnien führte. Während des Kosovokrieges diente er im Hauptquartier der Allierten im belgischen Mons.

Nach 28 Jahren im Dienste des US-Militärs ging Macgregor 2004 in den Ruhestand. Der Ex-Militär mit einem Doktortitel in Internationalen Beziehungen veröffentlichte in der Folge mehrere Bücher. Er hat in den letzten drei Jahren für das konservative Magazin »National Interest« geschrieben, das sich einer »realistischen« Außenpolitik verpflichtet sieht, und ist Vize-Direktor einer Beraterfirma für Außenpolitik und Verteidigungsfragen.

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